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UNSER GLAUBE

Der Glaube an Gott hat unter den Vogets eine feste Familientradition. Viele lutherische Pastoren und Missionare sind unter den Vorfahren zu finden.

Predigt vom Familientreffen 2009

Der Gottesdienst wurde am 9. August um 11.30 Uhr in der Zion Lutheran Church in Portland, Oregon gefeiert. Mehr als 50 Personen nahmen am Gottesdienst teil, der von Pastor Hans Spalteholz geleitet wurde, dem Ehemann von Christa, der Tochter von Talleta Voget.

Einleitung

Es freut mich sehr, Euch alle zu dieser Schlussfeier herzlichst willkommen zu heissen. Und auch im Namen der Zion Lutheran Church: Willkommen! Wir folgen dem vorliegenden Ablaufzettel. Liednummern entsprechen dem LSB (Gesangbuch); deutsche Verse sind im Ablaufzettel abgedruckt. Wir singen gleichzeitig in beiden Sprachen: Ihr habt die Wahl!

Das Dankopfer wird aufgeteilt zwischen Mercy Corps und Brot für die Welt (BfdW). Mercy Corps ist eine hochgeschätzte internationale Hilfsorganisation NGO [Nicht von der Regierung organisiert], die einzige NGO, die ihren Sitz nicht in Washington, DC hat, sondern in Portland.

BfdW ist eine einzigartige nicht-konfessionelle Organisation in DC, die sich seit nunmehr 35 Jahren sehr erfolgreich im Kongress einsetzt für Essen und gesundheitliche Bedürfnisse vor allem in Ländern der Dritten Welt. Wenn Ihr Schecks ausfüllt, adressiert sie bitte an die lutherische Zion-Kirche, zweckgebunden für die gewünschte Organisation. Unsere Kirchendiener werden alles zusammenrechnen und gleichmäßig aufteilen, und die Zion-Gemeinde wird das Geld dann überweisen.

Und jetzt noch einmal: Ich freue mich, Euch zur Schlussfeier unseres Voget-Familientreffens willkommen zu heißen. Unter Gottes lebendigem Wort und mit Lied und Gebet bringen wir unsere eigenen Geschichten zusammen in Gottes große Geschichte, die Geschichte seiner bedingungslosen Liebe in Jesus Christus zu uns und der ganzen Welt, seine große Erlösung und sein (durch uns) fortschreitendes Handeln. So beginnen wir unseren Familiengottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes mit dem beliebten Lied Nun danket alle Gott.

Predigt

Liebe Familie und Freunde im Herrn Christus!

"Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat, lasst uns freuen und fröhlich sein in ihm." Welche Freude ist es, nach dem ersten Familientreffen von 1978 in Portland wieder miteinander hier zu feiern.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kommen zusammen. Von allen vier Enden der Erde sind wir zusammen gekommen, um persönliche und Familiengeschichten aus der Vergangenheit miteinander zu teilen. Hier und jetzt seid ihr durch unseren malerischen Nordwesten und die Stadt der Rosen gereist, seid in Hubbard gewandert und habt dort gepicknickt. Wir haben Fotos und Gemeinschaft, Schlemmen und Spaß genossen, aber bald werden wir wieder in alle vier Himmelsrichtungen zerstreut und unsere eigene Zukunft erleben.

Dabei werden wir nicht einfach nach Hause zurückkehren. So wie wir uns hier erinnern und es miteinander feiern, dass unsere persönlichen Geschichten Teil einer viel größeren Erzählung sind, Gottes großer Geschichte, so werden wir ausgesendet mit seinem Segen, um ihn zu teilen. Und darum ist das unser zentraler Gedanke: Wir haben mehr als genug zu teilen.

Gottes Wort für heute hilft uns auf wunderbare Weise, uns auf das geistliche Herz und die Mitte unserer Familiengeschichte und -tradition zu konzentrieren und auf drei Lebenszeichen (oder Früchte) unseres Glaubens und Lebens. (Die Lesungen sind - nebenbei bemerkt - einer dreijährigen Reihe entnommen, die für Katholiken, Lutheraner und andere Kirchen von den Bischöfen festgelegt wurde.)
Aber es gibt Veränderungen: Schaut auf die alten Fotos unserer Vormütter und ihre riesigen viktorianischen Hauben und die strengen Kleider, auf die Krawatten und Zylinderhüte unserer Vorväter - was für eine markante Veränderung dagegen unser heutiger Stil! Und lest ihre anrührenden Briefe, was sie schreiben von ihrer tiefen, authentischen Frömmigkeit, von ihrem Gebetsleben, erkennt ihre allgegenwärtige Schriftkenntnis, erfahrt von ihrem Glauben und ihrem Leben (mit allen Freuden und Schmerzen), ihrer Liebe und Sorge für ihre Kinder - welch ein Unterschied zu unseren E-mails und Telefongesprächen!

Auf den Punkt gebracht: Veränderungen geschehen in den Formen dieses Glaubens und Lebens, aber wie wichtig ist es dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das ist das Geschenk und die Herausforderung, die Gabe und Aufgabe, unserer drei Texte.

I. Das Herz und die Mitte dieses Erbes und seiner Werte war ein lebendiges Vertrauen in Gott, ein beharrlicher Glaube und ein Leben in Beziehung zu seinem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus (wir haben uns in diesen Tagen mit Wertschätzung daran erinnert: Liebe und Fürsorge, Gastfreundschaft und "Zusammen-Sein"). Ob in Form einer "Bekehrung" (wie es für viele war) oder in einem lebenslangen Wiedergeborenwerden und Leben als Gottes Kind in Familie und Kirche - das bedeutet: den Herrn zu kennen und von ihm gekannt zu werden, von ihm geliebt zu werden und ihn zu lieben. Und das heißt: Hören, Nachdenken, Jesu eigenes Wort für uns heute annehmen: Ich bin das Brot des Lebens, das lebendige Brot, das von Gott kommt, das Jesus mit seinem eigenen Leben gibt für das Leben der Welt, durch sein Dienen und Lehren, seinen Tod und seine Auferstehung. Diese wunderbare Gute Nachricht (= Evangelium)ist nicht verhandelbar, ganz gleich in welcher Form!

II. Die vielen Zeichen und Früchte des Glaubens sind ausführlich beschrieben im Brief des Paulus; wir wollen drei besonders hervorheben: Liebe, Vergebung und Gottes Auftrag, seine Hände zu sein in seiner Arbeit in der Welt (Bedürftigen zu helfen ist besonders wichtig).
Liebe: nicht romantisch (eros), nicht Freundschaft (philia)
, sondern freie, selbstlose (agapé) Liebe.
Das ist nicht leicht ("die Liebe ist langm&umml;tig und freundlich, sie eifert nicht, sie treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, und so weiter"), das ist harte Arbeit, in der Tat: das ist unmöglich. Und darum schließt Paulus so positiv: "Lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer für Gott". Für diese Arbeit, für diesen Hunger verweist uns Paulus an Christus, das Brot des Lebens.

Das Gleiche gilt für die Vergebung: das ist nicht leicht, vor allem, wenn wir verletzt wurden oder andere verletzen (und uns selber), es ist schwierig, es ist unmöglich. Darum sagt Paulus auch: "Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. So folgt nun Gottes Beispiel als die geliebten Kinder." Um diesen Hunger zu stillen, höre Jesus: "Ich bin das Brot des Lebens."

Um einen Eindruck zu bekommen, wie unsere Harzhof-Vogets, Johanna und Gustav, dieses Glaubens-Leben (so sagten sie es!) im täglichen Leben in Gebet und Schriftlesung als Vorbilder lebten, schließen wir diese Predigt mit aufschlussreichen Abschnitten aus ihrer Korrespondenz, die Christa aus drei Briefen entnommen hat:

Brief des Patriarchen Gustav Voget an seinen Sohn Karl, den Großvater von Karl Eckhard

Am Tag Deiner Konfirmation wünsche ich Dir Gottes reichsten Segen, die Gnade unseres Herrn Jesus und den Beistand des Heiligen Geistes, damit Du weißt und erfährst, wie reich an Liebe und Gnade der dreieinige Gott uns Sündern gegenüber ist. Mama und ich verzeihen Dir gern alles, was Du getan hast, was uns betrübt und Dir selbst geschadet hat. Aber vergiss nicht, mein lieber Karl, dass die größte Schuld nur durch Buße und aufrichtige Reue vor Gott im Glauben an das Opfer des Herrn Jesus vergeben werden kann. "Gegen Dich und Dich allein habe ich gesündigt und übel getan vor Dir" - das sollte Dein Gebet zu Gott sein. Jetzt, mein Karl, kennst Du den Weg: Gott gebe Dir Stärke und Mut, diesen Weg zu gehen! Dein Dich liebender Vater, Gustav Voget.

Brief an Karl von seiner Mutter Johanna, als er irgendwo (fort von zu Hause) war

"Einige Dinge, über die man jeden Tag nachdenken sollte"

1. Mach Dir einen festen Tagesplan und nimm ihn wichtiger als alle anderen Erwartungen von bekannten oder unbekannten Personen. Und vernachlässige diesen Plan nicht immer!

2. Lass Gott Deinen besten Freund und treusten Begleiter sein, der niemals stirbt und immer da ist.

3. Da ist ein Auge, das überall über Dir wacht, sieht, was richtig ist, sieht, wie Du wirklich bist!
Heilige Dich jeden Morgen vor diesem heiligen Auge (Gottes).
Und segne Dich an jedem Abend, wenn Du Dich hinlegst, vor diesem barmherzigen Auge.

4. Suche Gott täglich in seinem Wort mit Gebet - und bedenke seine Worte und Taten oft, halte Dir seine große Liebe vor, dass er seinen einzigen Sohn für uns gab und damit sein Leben gab für Dich und dass er der Hirte Deiner Seele sein will.

5. Rufe Deinen Heiland Jesus an, immer wieder und wieder, der Dich liebt und Dich zu seinem Kind gemacht hat. Ich flehe Dich an, mein lieber, lieber Karl, dass Du das, was ich hier geschrieben habe, an jedem Sonntag liest. Und lass uns täglich vor dem Thron Gottes zusammen kommen.

Eine weitere Sache ist notwendig, nur eine. Gott segne und halte Dich und helfe Dir, diese eine Sache zu erreichen. Deine Mutter betet jeden Tag darum. Er ist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Darum nutze die Heilige Schrift. — Sie fügt dann einige biblische Ermahnungen und Worte der Ermutigung hinzu ...

Brief an Karl von einer Freundin Johanna über die Geburt seiner jüngsten Schwester Taletta, sie ist die jüngste der 14 Vogets und Christa's Mutter

Dass Du nun eine weitere kleine Schwester hast, erfreut mein Herz. Glaube mir, wenn ich sage, dass ich wünschte, ganz Deutschland wäre mit Vogets bevölkert. Es sind die besten Menschen, die ich kenne.

Abschluss

Mögen wir die Weisheit gewinnen, das Kulturelle und Zeitgebundene vom Wesentlichen und Unveränderlichen zu unterscheiden. Und mögen wir alle inspiriert und bevollmächtigt sein, einen solchen Glauben wieder zu erlangen und zu erneuern, ihn zu haben und zu praktizieren, ihn in unseren eigenen Familien zu teilen, ihn - so wie er uns weitergegeben wurde - an die nächste Generation weiter zu geben: klug, demütig und vertrauensvoll, wenn Gott die Tür öffnet. Mit Jesus als Brot des Lebens für uns und alle gibt es genug Liebe, Vergebung und Arbeit in Gottes Welt zu teilen! Lasst alle Menschen Gottes dazu Amen sagen, Amen!

Gott sei mit Euch, bis wir uns wieder sehen! Amen und nochmals Amen!

Hans Spalteholz (mit Christa)

Gebete vom Familientreffen der Vogets 2009

Himmlischer Vater, mit all deinen Menschen aus allen Nationen und Sprachen der Erde, und mit allen, die uns vorangegangen sind im Glauben: Wir segnen Dich, wir preisen Dich, wir beten Dich an, wir erheben Deinen Namen und beugen uns in Ehrfurcht vor Dir.

Herr, in Deiner Gnade,
höre unser Gebet.

Danke für Deine Güte, Barmherzigkeit und Treue.

Dafür, dass Du uns wie eine erweiterte Familie für dieses Wochenende zusammengebracht hast, um unsere Freundschaft zu erneuern und Deine Güte zu teilen.

Für alle, die verantwortlich waren für die Planung dieses Treffens, für die vielen Stunden der Vorbereitung und die liebevolle Art, wie diese Veranstaltung zu Stande gekommen ist.

Herr, in Deiner Gnade,
höre unser Gebet.

Besonders dankbar sind wir für das geistliche Erbe des christlichen Glaubens, den uns unsere Voget-Vorfahren vorgelebt haben. Dieses Erbe wurde an uns weitergegeben. Es ist eine bemerkenswerte Geschichte, und wir danken Dir, dass sie weiter geht und sich entfaltet.

Herr, in Deiner Gnade,
höre unser Gebet.

Wir loben Dich und danken Dir für die große Geschichte der bedingungslosen Liebe in Christus, die das Herz und die Grundlage unseres Erbes ist. Danke, dass Du Jesus geschickt hast, um uns mit Dir zu versöhnen.

Herr, in Deiner Gnade,
höre unser Gebet.

Gesättigt durch Dein lebendiges Wort, Jesus, das Brot des Lebens, lass uns alle durch Deine wunderbare Gnade im Glauben gestärkt und erneuert sein. Möge es uns gelingen, täglich darin vertieft zu sein und diesen Glauben freudig und in Demut weiter zu geben an die nächste Generation.

Herr, in Deiner Gnade,
höre unser Gebet.

Tröste, heile und unterstütze die Kranken, rette die Verwirrten, die Irrenden und Verirrten, die Blinden und Verlorenen. Gib uns Geduld in unseren Bedrägnissen und Vertrauen in Deine treue Güte.

Herr, in Deiner Gnade,
höre unser Gebet.

Bevor ich nun an Hans zurückgebe, m&ouzml;chte ich gern alle jungen Leute, die 30 Jahre alt oder jünger sind, bitten, stehen zu bleiben. Alle anderen halten bitte ihre Hände über die jungen Leute, wenn wir nun einen besonderen Segen für sie erbitten.

Himmlischer Vater, wir danken Dir für Deine jungen Menschen. Wir bitten, dass Du sie segnest. Mögen sie Dich in einer ganz persönlichen Weise kennen lernen. Denen, die noch in der Schule oder Hochschule sind, hilf beim Lernen. Denen, die Familien gründen, gib Weisheit in der Kindererziehung. All dies erbitten wir um Deiner Ehre willen. Amen.

Danach beteten wir für jedes Familienmitglied, das seit dem letzten Familientreffen gestorben war, so, wie sie uns in den Sinn kamen.  (die Gebete wurden von Julie Atkins gebetet)

 

Copyright 2009-2015 Julie Atkins